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ANDY WARHOL – RETROSPEKTIVE


2. JULI BIS 19. SEPTEMBER 1993


Leben und Werk des amerikanischen Künstlers Andy Warhol (1928-1987) sind Legende und Wirklichkeit zugleich. Der Umfang seines Nachlasses überrascht immer von neuem. Es zeigt sich nachdrücklich, dass Warhol zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit gehört. Die 1989 in New York und Köln veranstaltete Retrospektive vermochte die Fülle und Spannweite des Œuvres von Andy Warhol allerdings nur anzudeuten. Nachfolgende Schauen, Publikationen und Bücher, deren Anzahl ständig wächst, öffnen mit unterschiedlicher Intensität neue Zugänge zum weitverzweigten Labyrinth dieses Nachlasses.

Die für Hamburg vorbereitete Ausstellung will insofern einen Beitrag zur Erschließung des Warhol-Universums leisten, als sie sich auf einem wenig bekannten Grundstock von Bildern und Objekten aus Schweizer Privatbesitz aufbaut. Aus allen Schaffensphasen, angefangen bei den frühen handgemalten Bildern bis zu den serigraphischen Porträts und Kinderbildern der Spätzeit, werden mehr als 100 Bilder und Objekte gezeigt. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass im Zentrum der Ausstellung sechs monumentale Retrospective Paintings stehen, in welchen Warhol, quasi als Chronik seines Werdegangs eine Art Bilanz der Jahre 1962-72 zieht.

Zur Ausstellung in Hamburg, die anschließend im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart gezeigt wird, erscheint eine umfangreiche Publikation (240 Seiten, Abbildungen) mit Texten von Zdenek Felix, Tilman Osterwald und Kenneth E. Silver.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Filmvorführungen von Andy Warhol-Movies in den Deichtorhallen und in dem Programmkino Abaton. Jeweils an den Donnerstagabenden zeigen die Deichtorhallen 16mm-Warhol-Filme aus dem Museum of Modern Art, New York, wie „Chelsea Girls“, „Sleep“ und „Nude Restaurant“.