ARCHIV
 

erwin wurm: das lächerliche leben eines ernsten mannes. das ernste leben eines lächerlichen mannes.

Blick in die Ausstellung von Erwin Wurm in den Deichtorhallen Hamburg. Im Vordergrund: The Artist who swallowed the World, 2006 (lks.), The Artist who swallowed the World, when it was still a Disc, 2006 (rchs). Im Hintergrund: Fat house, 2005. Foto: © Wolfgang Neeb

retrospektive 1986 – 2006

27.4. – 2.9.2007

Häuser und Autos, die wie aufgepumpt aussehen, Männer und Hunde, die Gegenstände und gar die Weltkugel verschluckt zu haben scheinen, Handlungsanweisungen, wie man sich politisch unkorrekt verhalten kann... all das und mehr entwickelt der österreichische Künstler Erwin Wurm, um den Skulpturbegriff in neue Richtungen zu erweitern. Wurm erkundet die Grenzbereiche zwischen den verschiedenen Ebenen von Aktion, Performance und Skulptur, übersetzt die Skulptur in die zeitgenössische Medienwelt.

Seit über 25 Jahren arbeitet der 1954 in Bruck an der Mur geborene Erwin Wurm an einem vielschichtigen Werk, das als durchgehendes Forschungsprojekt zum Skulpturenbegriff interpretiert werden kann. Für Wurm, der heute zu den erfolgreichsten Gegenwartskünstlern zählt, kann alles zur Skulptur werden: Handlungen, geschriebene oder gezeichnete Anweisungen oder selbst ein Gedanke. Seine Kunst handelt vielfach von den ganz banalen, elementaren Lebensbedürfnissen und –abläufen sowie von deren Perversionen, die in Wurms Werken in physischen Deformationen zum Ausdruck kommen können. Der Künstler thematisiert Schlankheitswahn und Fettsucht, Mode, Werbung und Konsumkult, zu dessen zentralen Fetischen das Eigenheim und auch das Auto zählen.

Mit viel Humor und großem Unterhaltungswert wird das Publikum z. B. bei seinen "One Minute Sculptures" einbezogen und selbst zur Skulptur. In „Keep a cool head” (2003) etwa sollen die Ausstellungsbesucher die Aufforderung wörtlich nehmen und ihren Kopf in einen Kühlschrank stecken.

Eine enge Beziehung besteht zu den Bereichen Mode und Pop-Musik. Die Arbeiten und Aktionen wurden von vielen Künstlern aufgenommen. Bekanntestes Beispiel ist das Musikvideo "Can't Stop" der Red Hot Chili Peppers, in dem sie auf die Werke Wurms rekurrieren www.myvideo.de/watch/525192.

Die rund 3.500 qm umfassende Retrospektive reicht von frühen minimalistischen Arbeiten wie den Staubarbeiten und den ersten Objektskulpturen bis zu den jüngsten, traditionell bildhauerisch gearbeiteten Plastiken und Installationen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die raumgreifenden Skulpturen aus der FAT- Serie, die neuen Arbeiten wie „Truck” (2005), „Telekinetically bent VW-Van” (2006) und „The Artist who swallowed the world” (2006).

Künstlergespräch

Am Samstag, den 28.4.2007, können Sie an einem Künstlergespräch mit Erwin Wurm teilnehmen. Mehr Info in den Deichtorhallen Hamburg unter Tel. 040/321030

Die Ausstellung findet in enger Kooperation mit dem MUMOK - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, dem Kunstmuseum St. Gallen und dem Musée d´Art Contemporain de Lyon statt.

 

Kooperation Hamburger Kunsthalle – Deichtorhallen Hamburg

Nach Vorlage der Eintrittskarte der Bogomir-Ecker-Ausstellung zahlen Sie für die Erwin-Wurm-Aussstellung in den Deichtorhallen nur 4,50 statt 7,00 Euro Eintritt.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 



Pressematerial und Informationen bei:

Deichtorhallen Hamburg GmbH
Angelika Leu-Barthel
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0) 40-32103-250
Fax +49 (0) 40-32103-230
presse(at)deichtorhallen.de