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Senatspreisträger 2005 - 2007

Bei der Preisverleihung am 24.9.07. Von links nach rechts: Sibilla Pavenstedt, Michael Doerner, Katja Haß, Anna Gudjónsdóttir

Ausstellung vom 25.9.-30.9.2007, täglich 11-18 Uhr

Michael Dörner – Edwin-Scharff-Preisträger 2006
Anna Gudjónsdóttir – Edwin-Scharff-Preisträgerin 2007
Sibilla Pavenstedt – Karl-Schneider-Preisträgerin 2005
Katja Haß – Karl-Schneider-Preisträgerin 2007

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der Arbeiten der vier Preisträger. Die Bildenden Künstler Michael Dörner und Anna Gudjónsdóttir zeigen neue Arbeiten, die Modedesignerin Sibilla Pavenstedt aktuelle Kostüme und Videos ihrer Modeperformances, die Bühnenbildnerin Katja Haß baut ein Bühnenbild aus der Thalia-Inszenierung „Gefährliche Liebschaften“ von 2006 auf und präsentiert weitere Arbeiten anhand von Modellen und Videos.

Der Edwin-Scharff-Preis wurde 1955 vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg gestiftet und wird seitdem jährlich an Bildende Künstler verliehen, die in Hamburg oder im näheren Umkreis leben und deren Werke unter dem Anspruch, den der Namensgeber des Preises setzt, Auszeichnung verdienen. Er gilt neben dem Lichtwark-Preis als die höchste und wichtigste Auszeichnung der Stadt im Bereich der Bildenden Kunst und ist mit € 7.500.- dotiert.

Edwin Scharff (geb. 1887 in Neu-Ulm, gest. 1955 in Hamburg) gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer seiner Zeit. Nachdem er zunächst in München Malerei studierte, wechselt er nach einem Parisaufenthalt 1912/13 zur Bildhauerei. In den 20er Jahren hat er eine Professur in Berlin inne. Unter den Nationalsozialisten wird er als entarteter Künstler verfemt und erhält Berufsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtet er an der Landeskunstschule in Hamburg, wo er bis zu seinem Tod lebt und arbeitet. Er ist mit seinem Werk auf der documenta I (1955) und auf der documenta II (1959) in Kassel vertreten. Prominentes Beispiel seines Schaffens in Hamburg ist die Skulptur „Drei Männer im Boot“ am Schwanenwik an der Außenalster.

Mit dem Karl-Schneider-Preis, 1985 vom Senat zunächst als „Preis für das Kunsthandwerk“ gestifteter und 1995 in „Karl-Schneider-Preis“ umbenannt, wird alle zwei Jahre ein in Hamburg oder in der näheren Umgebung lebender Kunstschaffender ausgezeichnet, der aufgrund herausragender Leistungen im Bereich der Angewandten Kunst diese Ehrung verdient. Er ist der einzige und bedeutendste Preis, den die Stadt auf diesem Gebiet verleiht und ist ebenfalls mit einem Preisgeld von € 7.500.- ausgestattet.

Karl Schneider (geb. 1892 in Mainz, gest. 1945 in Chicago), ist nach seinem Architekturstudium in Mainz, von 1912 bis zu seinem Kriegsdienst in den Ateliers von Walter Gropius und Peter Behrens in Berlin tätig. 1921 eröffnet er in Hamburg ein eigenes Büro und entwirft schon bald die modernsten Landhäuser, Kulturbauten sowie Wohn- und Industrieanlagen. Gegen Ende der 20er Jahre gilt er als einer der führenden Architekten der Moderne in Deutschland. Er wird 1930 Professor an der Landeskunstschule in Hamburg. Seine Karriere wird 1933 von den Nationalsozialisten zerstört. Er stirbt 1945 als Emigrant in den USA.

Die Preisträger für beide Preise werden jeweils von einem vom Senat eingesetzten Preisrichtergremium ausgewählt.

 Ein Projekt der

Kulturbehörde Hamburg
Referat Bildende Kunst
Tel.: 040-42824-280/284

Website:  http://www.kulturbehoerde.hamburg.de